„Die Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge könnte dem Auszahlplan aus Investmentfonds einen Schub in Deutschland bescheren. Deshalb ein Gedankenspiel: Wie wäre eigentlich ein Auszahlplan aus dem Dax über die vergangenen 40 Jahre gelaufen? Das Ergebnis dürfte einigermaßen überraschen.“
Ein Rechenmodell untersucht, wie sich ein Auszahlplan aus einem DAX-ETF über vier Jahrzehnte entwickelt hätte. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Ausgehend von 200.000 Euro und 1.000 Euro monatlicher Entnahme (mit 2 % Steigerung) wuchs das Vermögen trotz laufender Entnahmen auf über 1 Mio. Euro an. Selbst 1.500 Euro monatliche Entnahme reichten für fast 29 Jahre – erst dann wäre das Kapital aufgebraucht. Das Modell zeigt, welche enorme Rolle langfristige Renditen und der Zinseszinseffekt spielen und dass Aktienanlage nichts mit Spekulation zu tun hat. Wer breit investiert bleibt und diszipliniert entnimmt, kann über Jahrzehnte beachtliche Stabilität erzielen – gerade in Kombination mit aktiv gemanagten Fonds, die Marktschwankungen abfedern und Qualität in Schwächephasen gezielt nachkaufen.